Das möchten wir nochmals ausdrücklich betonen:
Die Bürgerinitiative Saalhauser-Berge ist  nicht gegen die Nutzung der Windkraft! 
Wir fordern jedoch  einen bürger- und umweltverträglichen Einsatz von Windkraftanlagen, welcher  keine Spät- und Folgeschäden bei Mensch und Umwelt hinterlässt.

Herr Meyer, ist das auch Ihr Verständnis von Umweltschutz und Energiewende?  LINK

Die Energiewende darf Bürgerrechte, Landschafts-, Arten- und Naturschutz in keiner Weise beschneiden!

Der geplante, viel zu geringe 1000m-Abstand von Windkraftanlagen zu den Ortschaften ist  alleine schon aus gesundheitlichen Gründen völlig inakzeptabel. Infos unter Risiken

Erstaunlicherweise wurden dem Stadtrat jedoch vom Technischen Ausschuss folgende, nicht nur aus der Sicht der Bürgerinitiative Saalhauser-Berge, äußerst bedenkliche, wenn nicht sogar gesundheits-gefährdende Mindestabstände der Windräder zu Wohnbebauungen vorgeschlagen.

Diese wurden vom Stadtrat als bedenkenlos eingestuft, jedoch noch nicht offiziell beschlossen (siehe unseren Kommentar „Politik Schmallenberg, Ratssitzung, 13.09.2012"):
600m zu Einzellagen,
800m zu Einzellagen mit Übernachtungsmöglichkeit (Tourismus) und
1.000m zu Ortschaften.

Diese mehr als fragwürdige Nähe zur Bebauung wurde von Herrn Hentschel (Klima-Manager der Stadt Schmallenberg) zudem noch als „komfortabel“ ausgelobt!!! So kann man „Bürgernähe“ natürlich auch definieren!!

Hier noch ein realistischer Vergleich dazu: Der Abstand der Kirche in Schmallenberg zum Aberg beträgt ca. 1.000m. Welcher Bürger in Schmallenberg würde diesen Abstand zu einem Groß-Windpark mit Windrädern von 200m Höhe und mehr als komfortabel ansehen? Viele Schmallenberger würden ein derart bürgerfeindliches Vorhaben bestimmt bei der nächsten Wahl zu Genüge „zu würdigen wissen“.

Es scheint, als wolle die Stadt Schmallenberg zum jetzigen Zeitpunkt die Abstände von den geplanten „Wind-Riesen“ zu Wohnbebauungen jedoch nicht erhöhen, damit Sie keine Einbuße an Wind-Potentialfläche erfährt.
(Zitat Herr Hentschel: „Erhöhen wir diesen Abstand, so werden unsere Potentialflächen dramatisch schrumpfen!“)
Daraus lässt sich schlicht ableiten, dass der Bau des Windparks in seiner Priorität höher angesiedelt ist als der Schutz des Bürgers. Ebenso scheinen bei dieser Planung Natur- und Artenschutz bisher keinerlei Rolle zu spielen.

Sogar Bündnis 90/ Die Grünen, im Stadtrat vertreten durch Herrn Jürgen Meyer, gingen nicht mit einem Satz auf Bürger-, Natur- und Artenschutz ein, der diese Partei doch eigentlich einmal ausmachte. Offensichtlich war es dem Grünen wichtiger, die wertvolle Zeit in der Ratssitzung (18.12.2012) als Forum zu lautstarker Kritik an dieser Internet-Seite und zu unserer kritischen Betrachtungsweise zu nutzen, anstatt sich für die betroffenen Menschen, deren Landschaft und die damit verbundene Natur stark zu machen.
Eigentlich sehr bedauerlich!!
Aber lesen Sie selbst! (Technischer Sachverstand ist in dieser Ansprache in keiner Weise zu finden !!!)

Wichtig für Sie zu wissen:

Die Stadt wäre durchaus in der Lage, die Abstände von Windrädern zu Bebauungen zu erhöhen, wenn Sie bürgerfreundlich handeln wollte. Ihr alleine - und niemandem sonst- obliegt diese Entscheidung, gegeben durch ihre Planungshoheit.

Wir fragen uns natürlich in Anbetracht der geplanten Groß-Wind-Park-Anlage mit Sorge, welche Kenntnisse der Stadt Schmallenberg überhaupt über eindeutige Forschungsergebnisse von Gesundheitsrisiken und welche Erfahrungsberichte betroffener Bürger in diesem Zusammenhang vorliegen und, wie geht die Stadt mit solchen Daten eigentlich um?

Wie kann eine Stadt eine bürgernahe Entscheidung herbeiführen wollen, wenn sie äußerst wichtige Fakten völlig unberücksichtigt lässt und u.a. auch unsere berechtigten Fragestellungen zum Projekt bisher nicht beantwort hat?

------------------------ So geht man nicht mit seinen Bürgern um ---------------------------


Auch wenn Sie dies zum wiederholten Mal lesen…

…das oberste Ziel einer Kommune sollte der Schutz ihrer  Bürger sein! Auch eine Energiewende darf Bürgerrechte,  Landschafts-, Arten- und Naturschutz in keiner Weise beschneiden!

 

Wir appellieren daher nochmals  an den Bürgermeister von Schmallenberg, Herrn Halbe,  an alle Ratsmitglieder und den Technischen Ausschuss der Stadt Schmallenberg:

Erhöhen Sie die Abstände von Windkraftanlagen zu Ortschaften und zur Wohnbebauung erheblich!!

Deshalb  nochmals mit Nachdruck an die Politik:
Eine Erhöhung der Abstände ist bürgerfreundlich, verringert Gesundheitsrisiken und bietet  zudem den Betreibern der Anlagen eine bestmögliche Wirtschaftlichkeit, da dadurch Abschaltungen wegen Lärm und Schattenwurf verhindert werden können!

Hier die „Fachmeinungen“ von Klima-Manager Hentschel, Stadt Schmallenberg, über Infraschall und Schall:

  • Herr Hentschel  erwähnte in der Ratssitzung am 13.09.2012, dass Infraschall bei Windkraftanlagen fast nicht messbar sei! Das ist nachweislich falsch!
  • Die Hörschwelle des Menschen liegt auch nicht bei „um die 35 dB“ wie von Herrn Hentschel in der Ratssitzung angesprochen. Auch das ist nachweislich falsch!


Und hier ist die wissenschaftlich korrekte Darstellung:

Der Infraschall-Anteil ist bei Windkraftanlagen meist deutlich größer als der hörbare Schall. Pegel zwischen 60dB - 80dB (natürlich Entfernungsabhängig) und mehr sind möglich. Infos unter Risiken

Bei 0 Dezibel Schallpegel dB (A) liegt die Hörschwelle des „normal“ hörenden Menschen.
0 bis 20 dB (A) nimmt man peripher wahr. Waldrauschen oder Flüstern liegen etwa in diesem Bereich.
20 bis 40 dB (A) ist bereits gut hörbar (Weckerticken, Computer-Ventilatoren, Hintergrundgeräusche im Haus). Manche Menschen werden hierdurch bereits im Schlaf gestört.
40 bis 60 dB (A) ist normale Gesprächslautstärke, oder ein leises Radio. Hier kann die Konzentration gestört werden.
60 bis 80 dB (A) erreicht ein lautes Gespräch, eine Schreibmaschine oder ein vorbeifahrendes Auto. Im Bereich um 80 dB (A) liegen etwa Rasenmäher. Lärm in dieser Lautstärke kann bereits zu gesundheitlichen Langzeitschäden führen. „Rasenmähen“ ist ob der starken Ruhestörung deswegen z.B. zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten vom Gesetzgeber untersagt.

Der stetige Lärmpegel bzw. das Geräusch solcher Windräder ist immer da. Man kann ihn weder verhindern noch ihm ausweichen. Diese Lärm-Dauerbelastung ist für den Menschen einfach zuviel!! Er wird krank!

Frage dazu: Fahren Sie etwa zum Urlaub an einen Ort, an dem es ständig brummt und zischt? …mit Sicherheit nicht!!!........und nun sollen betroffene Anwohner so etwas plötzlich ein Leben lang ertragen müssen??

Politik Schmallenberg : Frage aus der Ratssitzung am 13.09.2012 / Bürgerfragestunde:

„Wie werden die Ortschaften in Bezug auf Immissionsschutz betrachtet, als reines Wohngebiet oder als Mischgebiet?“

In der Präsentation der Stadt Schmallenberg in Wormbach, 28.03.2012 / Bürgerversammlungen ist zu lesen:
Regelung der Abstände nach TA Lärm, Behandlung möglichst alle Orte wie „reine Wohngebiete“, (Schallimmission nachts unter 35 dB(A), daraus ergeben sich Abstände von mindestens 1.000 m.

Frage von S. Pieper, Werntrop, dazu: Warum kann nicht in allen Ortschaften das Schutzziel der Bürger gleich behandelt werden?

Diese Frage wurde bis heute nicht beantwortet! Jetzt stellen wir uns die Frage: Gibt es in Schmallenberg eine 2-Klassengesellschaft und weshalb werden nicht alle Ortschaften gleich klassifiziert?
Werden höhere Lärm-Pegel seitens der Stadtverwaltung etwa billigend in Kauf genommen, nur um diesen Windpark profitabel darzustellen?

Schmallenberg erhebt bisher den Anspruch, bürger- und gastfreundlich zu sein. Auch wurde der Landschaftsschutz bis dato immer mit großer Sorgfalt und Nachhaltigkeit betrachtet. Wir wünschen, dass dies auch weiterhin so bleibt, denn keiner sollte der in der Ratssitzung vom 13.09.2012 zitierte Bürger sein:

Zitat: „Manche Bürger müssen in den sauren Apfel beißen!“


Und noch mal:

Das oberste Ziel einer Kommune muss der Schutz ihrer Bürger sein. Die Energiewende darf Bürgerrechte, Landschafts-, Arten- und Naturschutz in keiner Weise beschneiden!