Windrad zu laut? Messung angeordnet !

Am Verwaltungsgericht in Arnsberg (AZ: 7 K 801/12) hat es ein interessantes Urteil für Windkraftbetreiber und Windkraftgegner gegeben. Betreiber können dazu verpflichtet werden, den Lärmpegel ihres Windrades zu messen. Konkret ging es um die Frage, ob ein Windrad in Siegen-Breitenbach zu laut ist. Dort sind die Anwohner schon seit mehr als zehn Jahren genervt von dem Lärm. Jetzt muss der Besitzer ein Gutachten einholen. Das dürfte ihn mindestens 16.000 Euro kosten.

WDR-Siegen / 15.05.2013

Hövel/Kirchlinde (Sundern)

Zwei neue Windräder bei Kirchlinde müssen nun nachts still stehen.
Das hat ein Höveler Anlieger mit seiner Klage beim Verwaltungsgericht Arnsberg erreicht.

http://www.derwesten.de/staedte/sundern/windraedersollen-nachtsstillstehen-id7649153.html

Unser Kommentar:

Wie bereits mehrfach von uns angesprochen, kann der gesetzlich geltende Immissionswert (Lärmpegel) nachts bei derzeitig 1.000m Abstand des Windparks zu Ortschaften nicht oder nur schwer eingehalten werden. In den Saalhauser-Bergen sprechen wir auch nicht -wie hier in Sundern-Hövel- von nur 2 Einzel-Anlagen, sondern von einem Groß-Windpark mit ca. 10 Windrädern.

Deshalb –wie immer- unsere berechtigte Frage: Wie wollen die WKA- Betreiber das alles umsetzen? Wie verstehen sie eigentlich in diesem Zusammenhang die Wirtschaftlichkeit eines Groß-Windparks, wenn die Anlagen wie hier  durch Fehlplanung plötzlich durch Gerichts-Erlass über Nacht wegen Lärmbelästigung abgestellt werden müssen und tagsüber windabhängig arbeiten. Spiegelt sich all das in den Verbraucher-Kosten für Öko-Strom-Abgaben wieder?? Werden Verbraucher hier zum Spielball nicht beachteter Unabdingbarkeiten im Vorfeld der Planungen?